Kategorie: TIPPS

Ein Hund zieht ein: Die Erstausstattung

Im Februar wird Poppy 2 Jahre alt. Wow. Seitdem hat sich so einiges verändert. In unserer Wohnung gibt es inzwischen 2 Schlaf-Körbchen, 3 Näpfe, einen Korb mit Spielsachen und einen vor der Haustür mit alten Handtüchern, um Poppy „wohnungsrein“ zu verwandeln. Kurzum, es sammelt sich so einiges an.

Was aber gehört zu einer guten „Grundausstattung“, wenn man sich in einen Hund verliebt hat? Ich möchte in dieser neuen Mini-Serie die Dinge vorstellen, die sich für den ersten Einkauf eignen. Gerade um dem Wunsch nach Reduktion gerecht zu werden, ist eine kleine Einkaufsliste als Orientierung im Heimtierfachhandel nicht schlecht. Denn: mit dem Vierbeiner ist es auch ein wenig wie mit Kindern – es macht Spaß sie auszustatten, aber nicht alles ist unbedingt notwendig.

Heute möchte ich mit der Basis starten, dem Schlafort. Poppy war 5 Monate alt und schon mehr oder weniger stubenrein, heißt ich konnte auf den Karton verzichten, der sonst angeraten wird bei kleinen Welpen, die noch nicht stubenrein sind.

Ich bin zunächst recht pragmatisch vorgegangen und habe ein Körbchen der Größe S mit Kuschelfaktor besorgt. Dezente Farbe, gemütlich, aber vom Preis günstig genug, dass eine Zerstörung in Ordnung ist. Poppy interessierte sich dann zunehmend für das Innenleben ihres Bettes und entsprechend war es damit nach 6 Monaten Lebensdauer geschehen. Aus die Maus.

Für das Folgemodell sollte es etwas Langlebigeres sein, aber auch kein Porsche. Wir haben uns für ein Körbchen der Marke Hunter entschieden, sozusagen der VW unter den Hundezubehörmarken. Ich habe Hunter 2012 auf der Interzoo in Nürnberg kennengelernt und war schon damals von ihrem breiten Sortiment beeindruckt. Nicht super fancy, aber trendaffin.

Worauf soll man nun achten, wenn man den Korb aussucht?

Das Material
Von Korb im klassischen Sinn kann ja oft gar nicht mehr die Rede sein. Als ich noch klein war nächtigten unsere Familienhunde tatsächlich in Bastkörben, eine Decke machte es gemütlich. Ziel ist ähnlich wie bei Plastikwannen, dass sie schnell zu reinigen sind. Wir wussten Poppy mag es kuschelig – wir hingegen auch eine leichte Reinigung. Der Kompromiss Modell Poker von Hunter.

Hunter Hundesofa "Poker" in braun ; image via Hunter website

Hunter Hundesofa „Poker“ in braun ; image via Hunter website

Bettchen Nummer zwei, Modell Dotty, ein Geschenk meiner Schwester. Eine Kreation in altrosa mit Punkten und Spitzenbordüre. Rosa hätte ich mir verkniffen, aber Poppy liebte es sofort. Meikes doch etwas größerer Hund Nele und „große Schwester“ von Poppy ebenso. Die Schleife ist jedoch leider inzwischen einer Phase der Langeweile Poppys zum Opfer gefallen.

Der Donut zum schlafen von Hunter Modell "Dotty"; image via Hunter website

Der Donut zum schlafen von Hunter Modell „Dotty“; image via Hunter website

Die Form

Ist man Neuling im Hundebettenkauf lohnt ein Überblick über das Sortiment der Schlafplätze für den Vierbeiner. Hier gibt es sehr viel mehr Ausdifferenzierung, als es bei unseren Betten der Fall ist. Hier exemplarisch die Varianten.

#1 Die Wanne:

  • Eher für größere Hunde.
  • Leicht sauberzumachen.
  • Kostengünstig
  • Für Pragmatiker
  • Auch für den gesicherten Kofferraum geeignet
AniOne Korb Domus über Fressnapf.de

AniOne Korb Domus über Fressnapf.de

#2 Das Hundesofa
Anders als gedacht, ist es kein echtes Sofa, sondern eher ein von der Stabilität Sofa-ähnliches Design. Tatsächlich gibt es ja wirkliche Sofas für Hunde, aber das an einer anderen Stelle.

  • gibt Sicherheit über die Anlehnfunktion
  • kuschelig (je nach Obermaterial)
Hundebett Sleepy Olive von Cloud7, image Cloud7

Hundebett Sleepy Olive von Cloud7, image Cloud7

#3 Der Donut
Der Donut war für mich persönlich etwas Neues. Unterschied zum Bett ist die Größe und Struktur. Die Seitenhöhen sind niedriger, aber höher als bei der Matte. Also eine Zwischenform aus Hundesofa und Matte könnte man sagen. Durch das Gewicht des Hundes umschließen die Seiten ihn letztendlich jedoch auch ähnlich wie bei einem Hundesofa.

Hundedonut Sweet Home; Image via Hunter website

Hundedonut Sweet Home; Image via Hunter website

#4 Das Igloo
Hier scheint es sich um eine Hunter-eigene Konzeption zu handeln. Hunde und Igloo? Nun ja, aber hier wird der Hund ähnlich einer Strandmuschel von hinten sozusagen kuschelig umfangen. „einfach nur zum reinkuscheln“ heißt es bei Hunter. Man möchte sich gleich dazulegen…

Igloo White Dots von Hunter, image via Hunter website

Igloo White Dots von Hunter, image via Hunter website

Das Material
Das Material kann entscheidend sein und spielt in Kombination mit der Form und Größe eine wesentliche Rolle. Pflegeleicht, Reißverschlussbezug, d.h. Waschbarkeit sind wichtig, wenn man eine längere Bindung eingehen möchte. Rutschfestigkeit ist besonders bei Dielenboden, wie wir ihn in unserer Altbauwohnung haben, wichtig. Beim Obermaterial ist große Auswahl angesagt.

  • Baumwolle
  • Polyester
  • Oxford-Nylon
  • Filzwolle
  • Baumwoll-Canvas
  • Leder
  • Wasserabweisend für den Outdoorgebrauch
  • Öko-Tex zertifizierte Stoffe

Wir haben Poppys Bedürfnis nach kuschelig durch eine Ikea-Decke und ein altes flaches Kopfkissen mit Bieberbettwäschenbezug gelöst. Die Decke kennt ja eigentlich jeder von irgendwoher (Kita, Café, Zuhause, Picknick oder eben Hundebett… Polarvide von Ikea gibt es diversen Farben. Wir mögen es schlicht und dezent, daher die weiße Variante und zugleich ein nettes Geschenk für Poppy von meiner Freundin Kathrin.

Inzwischen würde ich auch Filz klasse finden, ein wahres Trendmaterial aktuell.

Die Farbe
Bei vielen Marken, besonders angesagten wie Cloud7 aus Berlin sieht man, wie sich die Hundebettendesigns an aktuelle Designtrends anlehnen. Farblich geht es dabei dennoch nicht so wild zu, heißt man findet dann noch nicht Betten in Dipdye Optik oder Color Blocking, aber es werden bei Materialien und Farben Trends aus dem Design aufgegriffen. Mir war eine dezente Farbe wichtig. Obwohl ich mit Hund, Katze, Meerschwein, Hase und Kanarienvogel aufgewachsen bin, sollte das Hundebett nicht das neue optische Zentrum der Wohnung werden. Daher viel die Wahl auf dunkelbraun. Beige, hellgrau wären Alternativen gewesen, die jedoch auch leichter dreckig werden.

Die Größe
Hier muss man testen. Daher würde ich das erste Körbchen auch eher im Laden kaufen. Wir haben Poppy mitgenommen und sie probeliegen lassen. Das funktioniert natürlich nur bedingt, weil es ja eine sehr konstruierte Situation ist, der Hund nicht müde und eher neugierig auf die Snackabteilung ein paar Meter entfernt…dennoch lässt sich so die Größe am besten einschätzen. Für Welpen sollte es nicht zu groß sein, weil sie das geborgen- und Sicherheitsgefühl suchen. In einem zu großen Hundebett verlieren sie sich sozusagen.

Bei unseren beiden Hunter-Betten haben wir sehr unterschiedliche Größen, weil sie auch anderes „ausfallen“. Das Modell Poker von Hunter ist Größe M und wirkt auf den ersten Blick riesig. Als der Postbote das Paket brachte, kam ich aus dem Staunen nicht raus. Riesig. Dank der Decken haben wir es aber gemütlich gemacht und wenn Poppy sich ausstreckt ist es eben doch perfekt.

Das Modell Dotty wiederum ist auf den ersten Blick perfekt, weil es sie komplett umschließt. Im ausgestreckten Zustand landen jedoch entweder Kopf oder Beine draußen. Es ist jedoch unser mobiles Körbchen – oder auch Agenturkörbchen genannt – für alle Arbeitseinsätze, wenn Poppy und ich die Werbeagenturen unsicher machen.

Die Positionierung des Bettes
Wo schläft der Vierbeiner? Bevor wir das zweite Bett dazubekommen haben, ist Poppy jeden Abend samt Bett zu uns ins Schlafzimmer gezogen. Tagsüber ist das jedoch tabu. Der Hauptstandort wurde so gewählt, dass sie im Alltag möglichst nah bei uns ist, d.h. nah am Sofa und mit Wand bzw. Schrank im Rücken als Schutz. Letztendlich sucht Poppy aber auch immer die Nähe und liebt es im Geschehen zu sein. Für Hunde, die es ruhiger mögen, eignet sich ggf auch ein Nebenraum besser.

Lieblingsorte von Poppy sind außerdem UNSER Sofa (meist unerlaubt, aber geduldet) und die indoor-Fußmatte vor der Tür. Leider leider sehr praktisch, weil doppelt Schmutz abgefangen wird, aber doch sehr unschön. Die kratzige Kokosmatte ist aber durchaus nach Poppys Geschmack. Eignet sich auch hervorragend zum trockenreiben nach einem Hamburger Schietwetter Spaziergang.

Bei allen optischen Designs und Rafinessen ist es letztendlich jedoch so, dass der Hund entscheidet. Nicht jedes Bett, das optimal auf die Bedürfnisse des Hundes ausgerichtet ist, wird auch als solches angenommen und geliebt. Und: Das schönste Bett ist immer noch das, wo Hundi nicht rein darf: unser eigenes.

Poppy schlummert

Poppy schlummert

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Wir dinieren très francais

animalicious_Poppy_CafédelaGare

animalicious_Poppy_CafédelaGare

Nach zwei Wochen Provence-Urlaub und das erste Mal überhaupt mit eigenem Hund in Ferien, hier ein erster Tipp – allerdings eher für Zwei- als für Vierbeiner (auch wenn das Restaurant über einen top Garten und dementsprechend Auslaufzone für Hunde verfügt:) Das „Café de la Gare“, liegt etwas versteckt auf dem Weg von Bonnieux nach Goult und ist, wenn man es erstmal gefunden hat, eine super Station zum Mittagessen. Voller Franzosen und einem Menü zu unschlagbar günstigen Preisen.

Der Adresse bei Tripadvisor nicht trauen, zumindest findet es das Navi so nicht…

Hier der Link und Meinungen bei Tripadvisor.