Buchtipp: The Genius of Dogs: How Dogs Are Smarter than You Think (public library; UK)

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Brian Hare, Evolutionsanthropologe und Gründer des Duke Canine Recognition Center rückt gemeinsam mit Vanessa Woods ins Blickfeld, wie die Domestizierung der Vierbeiner zu einer neuen Form von sozialer Intelligenz von Hunden geführt hat und was das Wesen der Hunde über unsere eigene Person aussagt. Spannend, weil ich es bisher immer eher von der Seite des Tierhalters betrachtet habe., d.h. die Wahl des Hundes (neben selbstloser Fürsorge) als Spiegel der eigenen Persönlichkeit und Ausweiskriterium des eigenen Geschmacks.

Wie aber jedoch bedingen sich Zusammenleben des Hundes auf engem intimen Raum mit dem Mensch und dessen Wesen? Was aber passiert mit dem Haushund durch dessen Domestizierung, ist die andere Perspektive, die sich die beide Autoren in ihrem Buch widmen. Das Tier entwickelt durch die Interaktion mit dem Menschen soziale Fähigkeiten, die Ausdruck seines „Genies“, seiner Begabung sind. Das Hunde dabei flexibler und smarter reagieren als andere Tierarten ist für mich neu, galten doch z.B. Delphine als besonders intelligente Wesen im Tierreich. Und auch unter den diversen Hunderassen wird ja zwischen den „Schlauheitsgraden“ durchaus unterschieden. Die Tatsache, dass sie als Lebensbegleiter des Menschen fungieren und immer wieder dessen Gesten und Launen verstehen müssen, macht sie sozusagen zu den „Paradeverstehern“ unter den Tieren.

Die Kritik bei Goodreads schwärmt: „The Genius of Dogs is nothing less than the definitive dog book of our time by the researcher who started a revolution.“ Klingt vielversprechend und spannend, auch für diejenigen Leser, die sich vielleicht mehr für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem „Genie an sich“ interessieren, als die Verknüpfungen zwischen Mensch und Hund, hat das Buch etwas zu bieten. Hier ein Auszug, den ich über Brainpickings bekommen habe:

There are many definitions of intelligence competing for attention in popular culture. But the definition that has guided my research and that applies throughout the book is a very simple one. The genius of dogs — of all animals, for that matter, including humans — has two criteria:
1.A mental skill that is strong compared with others, either within your own species or in closely related species.
2.The ability to spontaneously make inferences.

Wer einen schnellen Einblick in den Untersuchungsansatz, bzw. die Ergebnisse von Brian Hare und Vanessa Woods bekommen möchte, der sollte ihren Essay „Why dogs are smarter than cats“ im Wall Street Journal lesen.

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